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Heiß ersehnt und endlich da Apple hat seinen Streaming Dienst veröffentlicht.

Ich habe ihn mir angesehen und habe das drei monatige  Testabo gebucht.  Außerdem stellt sich die Frage wo liegt der Unterschied zu iTunes Match?

Hier meine ersten Eindrücke und ein erster Kurztest.

Das Update in OSX und auf den i-Devices machte mich als Musiker besonders Neugierig. Was bringt Apple Music, was kann es. Vorab, ich bin kein wirklicher Streamingfan, kenne also die Konkurrenz kaum.

Einrichten

Nach dem Update und dem Neustart kam gleich Apple-Like eine Einführung und ein Hinweis: 3 Monate kostenlos testen, danach 9,99€ im Monat für den Einzelaccount, 14,99€ für den Familienaccount. Man bekommt Zugriff auf die gesamte iTunes Library plus sein eigenes iTunes Match und den Radiosender iTunes Beats.

Im nächsten Schritt, werden ein paar Vorlieben abgefragt, welche Genres man gerne hört und welche Interpreten gefallen. Diese Abgaben können später noch korrigiert werden. Fertig!

iTunes zeigt nun ein überarbeitetes Menü:

Meine Musik. Hier wird nach wir vor die eigene Bibliothek angezeigt, also alle Titel, die gekauft oder eingelesen wurden.

Wiedergabelisten. Alle eigenen Wiedergabelisten mit Ansicht aller Alben.

Für Dich. Das ist neu, hier werden anhand von Vorlieben und der eigenen Bibliothek Alben und Interpreten angezeigt, die einem gefallen könnten.

Neu. Anzeige von neuen CD’s und von Apple erstellten Playlisten.

Radio. Der Beats Radiosender. Hier werden auch die Sender angezeigt, die auf einem iPhone gespielt wurden auf Grund eines laufenden Songs.

Connect. Hier werden alle Künstler angezeigt, denen man folgt.

iTunes Store. Wie gehabt. Der Hauseigene Musikstore.

Was ist so besonderst?

iTunes Music ist ein Streamingdienst wie andere auch. Der unterschied liegt in der Nutzung. Apple baut auf „Musik erleben“ anstelle von Suchen und hören. Die Vorschläge die mir iTunes macht auf Grund meiner Vorlieben sind erstaunlich gut. Ich habe selten so viele tolle und unbekannte Künstler gehört, die genau meinen Musikgeschmack treffen wie hier. Hört man ein Lied, kann ein eigener Radiosender gestartet werden, der nur diese Art Musik spielt.

 

Meine Bibliothek und offline:

Ist ein Lied oder Album besonders interessant, kann diese cd in die Bibliothek aufgenommen werden und sogar für den Offlinebetrieb geladen werden. Das finde ich persönlich sehr gut, aber vorsicht, alle Lieder besitzen einen DRM, also ohne Abo sind die Lieder nicht anhörbar und können auch nicht auf cd gebrannt werden. Hierfür ist ein Kauf notwendig im Store.

 

iCloud Music oder iTunes Match – was ist der Unterschied?

Mit iTunes Match hat man weiterhin die Möglichkeit seine eigene Bibliothek in der Cloud zu sichern und das für nur knapp 25 Euro im Jahr. der Zugang zur Apple Bibliothek bleibt einem versperrt. Über iTunes Music kann die eigene Musik enenfalls in der Cloud gespeichert werden, allerdings für 9,99 Euro im Monat, heißt also knapp 120 Euro im Jahr, dafür aber voller Zugriff auf alles was iTunes bietet.

 

Was ist nicht so gut?

Mit gleicher Apple-ID kann ich nicht gleichzeitig auf zwei Geräten hören. Ebenso gibt es Berichte über einen Bug, dass die eigene Library von Apple durcheinander gebracht wird. Cover passen nicht mehr, Wiedergabelisten sind fehlerhaft. Doch die größte Sorge habe ich als Musiker: Wie sieht es mit der Vergütung aus? Dies bleibt abzuwarten.

 

Fazit

Für Musikliebhaber, die Neues entdecken wollen ist Apples Streamingdienst eine klare Empfehlung. Wer gezielt Streamen möchte kann jeden anderen Dienst ebenso nutzen. Aber eines kann ich jetzt schon sagen, dieser Dienst ist anders, ich entdecke neue Musik, höre nur das was mir wirklich gefällt. Der Preis ist auch O.K., denn im Schnitt kaufe ich ein bis drei CD’s pro Monat, da ist der Dienst günstiger, auch wenn ich die Daten nicht brennen kann. Die Integration der ganzen Applegeräte ist genial gelöst, wer also am Mac sitzt und ein iDevice hat ist mit iTunes Music bestens beraten. Da ich auch Musiker bin, sehe ich diesen Dienst mit gemischten Gefühlen, denn die Frage bleibt offen, wie die Vergütung aussieht für Künstler. Auf jeden Fall ist ein Test lohnenswert.

 

About Reinhard Wedemeyer

Selbständiger Grafiker, Webdesigner, Musiker und Multitalent. Ich liebe es kreativ zu arbeiten, bin vielseitig und immer in Bewegung – eben wie ein FLYINGFOX.

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